Versand und Retourensendung

Der Richtige Umgang mit Retouren

Wer ein Online Shop betreibt weiß, daß der Versand und Retourensendung der Kunden zum Tagesgeschäft gehören. Laut Verbraucherrichtlinie von 2014 müssen Händler einiges in Sachen Retouren beachten. In der Regelung ist festgehalten, daß der Käufer die Kosten für die Rücksendung tragen soll. Jedoch stellt sich die Frage wie die Händler mit den unfreien Rücksendungen umgehen müssen.

Unfreie Pakete vom Händler sollte man annehmen.

Gerichte haben bereits vor der neuen Verbraucherrichtlinie in ständiger Rechtsprechung (vgl. Landgericht Düsseldorf, Urteil vom 23. Juli 2010, Az.: 38 O 19/10) festgelegt, daß unfreie Pakete vom Händler anzunehmen sind.

Die neue Rechtslage ändert auch daran nichts: Der Kunde ist dazu verpflichtet, die Ware zurückzusenden. Wie das passiert wurde nicht festgelegt. Außerdem muss der Händler damit rechnen, dass der Kunde in dem Paket die Widerrufserklärung beigelegt hat. Nimmt er das unfreie Paket nicht an, verhindert er den Zugang des Widerrufs.

Die Pflicht zur Annahme ist im Übrigen unabhängig davon, ob der Händler dem Kunden ein gratis Label für die Retoure zukommen läßt, oder nicht. Der Käufer ist nicht dazu verpflichtet, von diesem Angebot Gebrauch zu machen, es handelt sich in diesem Fall um ein Serviceangebot.

Retoure – Wie soll ich das handhaben

Der Händler selbst kann entscheiden, wer die Kosten für das unfreie Paket trägt, dies muß auf der Webseite ersichtlich sein, und dem Kunden zum Nachlesen zur Verfügungs stehen.

Nach neuem Verbraucherrecht trägt der Kunde die Kosten für den Widerruf. Wichtig ist, daß dies auf der Webseite klar kommuniziert wird und der Kunde ordnungsgemäß informiert wird, wie die Bedingungen in dem Shop sind. Der Kunde darf sich dazu entschließen, die Retoure unfrei zum Händler zurückzuschicken. Der Händler muss dann für die Kosten aufkommen, er kann in dem Fall die Mehrkosten einfach vom Kaufpreis abziehen.

Wir haben getestet ob die Kunden die Ware auch zurückschicken, wenn die Ware die Kosten für das unfreie Paket den zu erstattenden Betrag übersteigen. Hier hat der Händler natürlich einen Anspruch gegenüber dem Käufer.

Hat der Händler hingegen zugesagt, die Kosten für die Rücksendung zu übernehmen, so muss er auch die Kosten für ein unfreies Paket tragen.
Hier ist ein Link zur DHL Seite, dort wird genauer erklärt wie man mit den Retouren umgehen kann.

„Unfreie Rücksendungen werden nicht angenommen.“

Diesen Satz kann man in den AGB´s vieler Shops nachlesen, dieser ist allerdings unwirksam, da der Händler auch nach neuem Verbraucherrecht dazu verpflichtet ist, unfreie Sendungen anzunehmen. Von solchen Regelungen sollte aufgrund des Abmahnrisikos daher Abstand genommen werden.

Mehr Rechtliches bei Online Shops findet ihr hier.

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